Genetik ist kein Schicksal, sondern ein Schlüssel. Wer sein familiäres Risiko kennt und versteht, kann für sich und seine Angehörigen gezielt handeln, Chancen für Prävention und Therapie nutzen und gemeinsam mit Zuversicht in die Zukunft blicken.
Prof. Dr. med. Kerstin Rhiem leitet das Zentrum Familiärer Brust- und Eierstockkrebs an der Uniklinik Köln und ist stellvertretende Direktorin des Instituts Familiäre Tumorerkrankungen. Sie ist eine der führenden Expertinnen auf dem Gebiet des erblichen Brust- und Eierstockkrebses. Als Co-Sprecherin des Deutschen Konsortiums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs, Leiterin richtungsweisender Arbeitsgruppen (u. a. Klinischer Konsensus) und Mitgestalterin medizinischer Leitlinien setzt sie sich auf nationaler wie internationaler Ebene dafür ein, dass neueste Forschungsergebnisse und klinische Studien schnellstmöglich in einer besseren, maßgeschneiderten Versorgung von Betroffenen ankommen. Im Zentrum ihrer wissenschaftlichen und klinischen Arbeit steht immer der Mensch: Mit viel Empathie und Blick für die gesamte Familie hilft sie Patientinnen und ihren Angehörigen, genetische Risiken zu verstehen, Orientierung in schwierigen Situationen zu finden und gemeinsam die besten Wege für maßgeschneiderte Vorsorge, Früherkennung und Therapie zu gehen.